Freitag, 24. April 2015

Lost in the Hunua jungle

Sonnenschein, die passende Windrichtung und fast ganz allein im Naturpark. So kann der Tag beginnen. Leider ist der Wind dann doch etwas zu heftig. Nach einem reichhaltigem Frühstück brechen wir auf und fahren an der Küste Richtung Süden. Begutachten Startplätze und treiben verloren gegangene Kühe zurück zu ihrer Herde. Da der Wind sogar noch zunimmt, wirds ein Wandertag. Naturparks gibt es hier viele, wir fahren den mit dem größten Wasserfall an. "Hunua falls" mit einem Rundwanderweg, der  uns an einem Stausee vorbeiführt. Die Wanderwege sind sehr komfortabel, bei starkem Anstieg gibts Treppen, ansonsten ringsherum undurchdringlicher Dschungel. Wir treffen ganze zwei andere Wanderer auf der gesamten Tour, dafür begleitet uns der kleine Vogelbruder von R2D2, der uns mit seinen Computergeräuschen bei Laune hält. (Vielleicht ist ja ein Ornithologe unter den geneigten Lesern und kann genauere Angaben machen)
Hintenraus haben wir uns dann doch etwas verschätzt, sodass wir die letzte halbe Stunde im Eilmarsch zurücklegen müssen, um noch vor Sonnenuntergang anzukommen. Am Ziel erwartet uns ein imposanter 40m Wasserfall, der uns die unmenschlichen Strapazen der letzten 3 Minuten vergessen lässt.




Donnerstag, 23. April 2015

Whangaparaoa, Long Bay

Nachdem Piha zwar schön war, aber nicht zu Flügen geführt hat, steuern wir  Shakespeare Park hinter Whangaparaoa an. Eine Art Reservat quasi direkt in Front of Auckland. Kein Mensch da, man lässt sich vom Ranger den Zugangscode geben und kann dafür auch hier nächtigen. Grill und Klo sind vorinstalliert und zur allgemeinen Benutzung. Am Hang treffen wir Thomas Mann, natürlich einen und nicht den. Er ist vor 10 Jahren hergekommen und schaukelt sich seitdem hier frühpensioniert die Eier. Gibt schlimmere Orte für den Lebensabend, da hat er Recht. Er gibt uns gute Infos. Alles was wir bisher gesehen haben, ist allerdings nichts gegen seine Empfehlungen. Schon blöd. In die Luft kommen wir allerdings nicht, der Wind ist heute zu schwach, dafür morgen zu stark. Läuft nicht. Dafür gibt es Lachs vom Grill. Passt.




Mittwoch, 22. April 2015

Dem Wind hinterher

Heute waren unsere Bemühungen, unter dem Schirm zu hängen, leider umsonst. Zuerst ins Landesinnere getuckert, um dort festzustellen, dass der ausgesuchte Berg zu klein und der Wind zu schwach ist. Dann weiter Richtung Küste nach Bethells Beach. Riesiger Strand mit leicht öligem Untergrund und Wind aus der falschen Richtung. Also wieder einpacken und weiter Richtung Piha, nur zwei Buchten weiter. Mit dem Camper durchs Hinterland dauert das wahrscheinlich länger als zu Fuß an der Küste. Eine Stunde vor Sonnenuntergang treffen wir in Piha ein, einem kleinen, verträumten Surfer-Ort. Der Wind hat abermals gedreht und wir stehen mit hängenden Schultern vor einer traumhaften Kante. Zur Aufmunterung einige Fun Facts: hier gibts Vögel, die uns früh mit der Melodie von "everybody was kong fu fighting" wecken. Ich habe Glatze und zwei unterschiedliche Haarwäschen dabei. Auf dem Campingplatz gibt es nen Grill, der mit Dollarmünzen gefüttert werden will.
[Anm.d.Red.: der Piha Stellplatz gab sich alle Mühe, das verklärte Image ins rechte Licht zu rücken. Nebenan befindet sich der örtliche Hundespielplatz, dessen kläffende Besucher in perfektem Zusammenspiel mit den 2 Rasentrimmern, die auf dem Platz um die Wohnwagen herumlatschten, jeden Versuch, den Zeitpunkt des Aufwachens auf nach 7 Uhr 30 zu verschieben, absolut unmöglich machten. Ganz klar Abzug in der B-Note!]



Dienstag, 21. April 2015

Von Whangarei nach Mangawhai

Heute ist Dienstag und Zeit, wieder in die Luft zu kommen. Wir nehmen Kontakt mit Mike auf, er empfiehlt Whangarei Heads und Mangawhai Heads, zwei Küstenstriche mit etwa gleichwertiger optischer Finesse. Auf jeden Fall gibt die Sonne in ihrem Herbst, den sie hier auf der Südhalbkugel ja gerade erlebt, wieder alles. Sie brutzelt auf den erst gestern frisch montierten Sonnenbrand. Ächz! Der Wind passt indes an erstgenanntem Ort nicht so richtig dolle, mehr als ein paar Minuten bleiben wir nicht in der Luft. Schnurstracks schwanken wir mit unserem quietschenden Wohnmobil 1,5 Stunden weiter südlich, wo Mike inzwischen seinen verdienten Feierabendflug absolviert. Wir gesellen uns hinzu und hängen bis zum Sonnenuntergang an der Steilküste in der Luft rum. Für Kenner: butterweiches Soaring vom Feinsten. :-)



Montag, 20. April 2015

Bay Of Islands Törn

Vom Haruru Wasserfall Campingplatz ist es ein 45 Minuten Fußweg die Straße entlang zum Piahia Wharf, an dem nicht nur Flying Kiwi Parasail, die Happy Ferry nach Russell und die Addiction Charters ihre Touristentours starten, sondern auch unsere gebuchte Segelyacht ablegt. Mike und Melissa begrüßen 5 Gäste, uns eingeschlossen. Die nächsten Stunden schippern wir bei moderatem Wind und praller Sonne um ein paar Inseln der Paradiesbucht, Delphine und Pinguine tollen wie bestellt back- und steuerboards herum. Wir landen in einer kleinen Bucht, paddeln bzw. schwimmen an Land, latschen zu einem Ausguck, schießen Paradiesfotos und kehren zu einem Imbiss an Bord zurück. Es ist kaum auszuhalten, morgen müssen wir unbedingt weiter.





Samstag, 18. April 2015

Haruru Waitangi

Auf dem Weg nach Paihia fahren wir nun möglichst an der Küste lang, sehen uns an der Landschaft satt, nehmen unterwegs Kontakt mit Wolfgang auf, der in der Gegend um Russell die Startplätze kennt. Er meint, es sei zu windig zum Fliegen, Recht hat er. Wir buchen einen Segeltörn für morgen und nisten uns gegenüber den Haruru Falls häuslich ein. Robert jagt oder füttert Enten und Möwen mit liegengebliebenen Pommes, ich öffne den Weißwein und verfolge das illustre Treiben. Die Sonne knallt sehr ordentlich für die Nebensaison und Uhrzeit. Läuft.





Sand in my pocket

Am nächsten Morgen stehen wir wieder am Baylys Beach, Bud ist auch schon da. Doch der Wind ist stärker als gestern und steht schräg auf den Hang. Wir entscheiden uns, Richtung Ahipara und dann weiter zum 90 mile beach zu fahren. Vielleicht geht da was, wenn nicht, liegt es trotzdem auf dem Weg zum Cape Reinga. Nachts und am nächsten Morgen regnet es, wir fahren zur großen Düne und dann weiter zum Cape. Dort latschen wir bis zum Beach runter ... herrlich und fast niemand sonst da. :-)
Anschließend rumpeln wir zurück, greifen unterwegs Fish&Chips und landen gegen 18 Uhr auf dem Top10 Campingplatz auf der Karikari Peninsula. Die Windprognose für die nächsten Tage sieht vielversprechend für die Ostküste aus ...